Das sind wir
Unser Schulkonzept
Seit 1905 werden am Marienstift Arnstadt Kinder unterrichtet. Heute lernen an der Emil-Petri-Schule, benannt nach dem ersten Direktor der Stiftung, Kinder mit und ohne Behinderungen. Gemeinsam und individuell bedeutet für uns, jedes einzelne Kind in seiner Einzigartigkeit als ein Geschöpf Gottes anzunehmen und entsprechend seinen Möglichkeiten optimal zu fördern.
Integration
Unser Schulleben soll allen die Möglichkeit geben, sich mit den individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen als einzigartiges Geschöpf Gottes angenommen zu fühlen. Entsprechend unseres Konzeptes finden auch Kinder mit Lernbeeinträchtigungen, Sinnes- oder Körperbehinderungen sowie geistiger Behinderung eine schulische Ausbildung, die ihre Fähigkeiten berücksichtigt und zugleich fördert.
Es gibt es an unserer Schule integrative und abschlussorientierte Klassen. Wo immer es möglich ist, beschulen wir Kinder unabhängig von Leistungsvermögen oder möglichen Beeinträchtigungen gemeinsam bis einschließlich Klassenstufe 8.
Verschiedene Unterrichtsbestandteile, wie das Kurssystem im Sekundarbereich und Hortangebot im Grundschulbereich, aber auch die Feste und Feiern des Schuljahres werden gemeinsam begangen.
Montessoripädagogik
„Der Lehrer muss passiv werden, damit das Kind aktiv werden kann.”
Regelmäßig laden wir zu Info-Abenden im Grundschulbereich ein, um unser Konzept und die Arbeitsweise der Emil-Petri-Schule vorzustellen.
Darüber hinaus besteht im Grundschulbereich stets die Möglichkeit, in den Monte-Klassen zu hospitieren. So sehen Sie als Eltern, wie Ihre Kinder später mit dem Montessori-Material arbeiten können.
Lernen an der Emil-Petri-Schule
Unsere Bildungseinrichtung zeichnet sich durch eine erstklassige Betreuung aus. Diese ist ganztägig und erfolgt in der Grundschule temporär im Zwei-Pädagogen-System. Der Unterricht findet in kleinen Klassen statt.
Die Räume sind hell und freundlich gestaltet und laden durch altersgerechte Einrichtung zum Lernen und konzentrierten Arbeiten ein. Genutzt wird vorrangig spezielles Montessori-Material.
Alle Klassenzimmer sind modern und mit digitalen Tafeln ausgestattet. Im Sekundarschulbereich stellen wir jedem Kind ein Tablet zur Verfügung. WLAN in jedem Raum ermöglicht die Einbeziehung neuer Medien in den Unterricht. Dienstlaptops und digitale Anwendungen strukturieren nicht nur im Sinne des „DigitalPakts Schule“ des Bundes den Unterrichtsalltag neu, sie erleichtern inzwischen auch die Kommunikation zwischen Schülern und Eltern außerhalb des Klassenraums.
Der gesamte Schulcampus ist barrierefrei.
Klassenstufen 1 bis 6
An unserem Standort in der Rudolstädter Straße lernen die Grundschulkinder sowie die Kinder mit geistiger Behinderung der Schulstufen Unter- und Mittelstufe. Neben Klassen- und Fachräumen gibt es hier Räume für therapeutische Zwecke sowie den Verwaltungsbereich. Zentrales Element ist die schöne Schulaula, in der z.B. die Schuleinführungen stattfinden.
Klassen 5 bis 12
An unserem Sekundarschulteil in der Rosenstraße lernen die Klassen 5 bis 12. Das Schulgebäude aus dem 19. Jahrhundert bietet viel Platz für unsere großen Schüler. Die hohen Klassen- und Fachräume werden ergänzt durch eine Mensa sowie eine Turnhalle. Eine Erweiterung des Schulstandortes ist in Planung.
Klassenstufen 7 bis 12
Mitten im Grünen befindet sich im Floraweg das Gertrud-Ranft-Haus. Hier lernen die Ober- und Werkstufenklassen für Jugendliche mit geistiger Behinderung.
Unsere Bildungsangebote
Entsprechend unseres Konzeptes gibt es an unserer Schule jahrgangsreine oder jahrgangsübergreifende sowie integrative und abschlussorientierte Klassen:
Altersgemischte Grundschulklassen
Klassen im Sekundarbereich (5-10) mit Abschlüssen je nach Leistungsvermögen der Schüler (Hauptschulabschluss, Qualifizierender Hauptschulabschluss und Realschulabschluss)
Klassen der Gymnasialen Oberstufe (11 + 12) mit dem Abschluss Abitur
Klassen im Bildungsgang zur individuellen Lebensbewältigung (geistige Behinderung)
Ausführliches Schulkonzept der Emil-Petri-Schule
Die Emil-Petri-Schule besteht als Christliches Montessori-Schulzentrum schulaufsichtlich aus den beiden Schulen
Montessori-Gemeinschaftsschule (SNr 75713) sowie
Integratives Förderzentrum (SNr. 70108).
Ausgehend von einer christlichen Wertevorstellung werden am Marienstift Arnstadt seit 120 Jahren Kinder und Jugendliche unterrichtet. Stand früher die Beschulung von Kindern mit Behinderungen im Vordergrund, wendet sich die Emil-Petri-Schule seit 2005 verstärkt der gemeinsamen Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Beeinträchtigungen zu.
Das Schulzentrum arbeitet als Ganztagsschule. Die Schule arbeitet sowohl jahrgangsübergreifend (Primarstufe), als auch jahrgangsrein, es wird auf der Grundlage der Thüringer Lehrpläne der verschiedenen Bildungsgänge sowie einer schulinternen Lehr- und Lernplanung unterrichtet.
Primarbereich
In den Stammgruppen des Grundschulbereiches sollen jeweils maximal 24 Schüler lernen. Die Stammgruppen enthalten altersheterogen Schüler der Klassen 1 bis 4. Mit der Aufnahme weiterer Schulanfänger in den nächsten Jahren werden schrittweise 12 Klassen gebildet. In allen Gruppen lernen Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam. Dabei hängt der Anteil der Kinder der Stammgruppe mit sonderpädagogischem Förderbedarf von der Schwere der Behinderung und dem notwendigen Maß an individueller sonderpädagogischer Förderung ab.
In den Klassen des Integrativen Förderzentrums lernen ausschließlich Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf überwiegend im Bildungsgang zur individuellen Lebensbewältigung (Förderbedarf geistige Entwicklung). Die Größe der Klassen richtet sich auch hier nach dem Umfang des individuellen Förderbedarfs und variiert dabei von 7 – 11 Kindern. Momentan existieren 5 Klassen im Bildungsgang zur individuellen Lebensbewältigung (Unter- und Mittelstufe).
Sekundarbereich
In altershomogenen Klassen der Gemeinschaftsschule lernen jeweils bis zu 24 Schüler. Auch hier ist die gemeinsame Beschulung von Kindern mit und ohne Förderbedarf vorgesehen. Gemeinsam lernen alle Schüler bis zur Klasse 8. Je nach gewünschtem Abschluss und Leistungsstand des Kindes erfolgt ab der 9. Klasse das abschlussbezogene Lernen: Hauptschulabschluss/Qualifizierender Hauptschulabschluss, Realschulabschluss bzw. Allgemeine Hochschulreife. Die Emil-Petri-Schule ist staatlich anerkannt. Sämtliche Schulabschlüsse (Hauptschulabschluss, Qualifizierender Hauptschulabschluss, Realschulabschluss, Abitur) können erworben werden. Die Prüfungen dazu finden in Verantwortung der Schule nach den Kriterien und Durchführungsbestimmungen der Thüringer Schulordnung statt. Die erworbenen Abschlüsse sind gleichgestellt mit den entsprechenden Abschlüssen jeder anderen staatlichen Schule in Thüringen.
In den Klassen des Integrativen Förderzentrums lernen Schüler der Klassenstufen 7 - 9 in der Schulstufe Oberstufe bzw. der Klassenstufen 10 - 12 in der Schulstufe Werkstufe. Es existieren momentan je 3 Klassen im Bildungsgang zur individuellen Lebensbewältigung für jeder Schulstufe. In den Klassen lernen 8 - 11 Schüler.
In den Grundschulbereich werden Kinder aus Kindergärten und andere Kinder aufgenommen. Außer den Kindern ohne sonderpädagogischen Förderbedarf können Kinder mit jedem Förderschwerpunkt aufgenommen werden. Über die Aufnahme entscheidet die Einschulungskonferenz, die aus aufnehmenden Lehrern und Erziehern sowie der Schulleitung besteht. Aufgenommen werden Schüler ohne Rücksicht auf ihre Herkunft, soziale Stellung der Eltern und konfessionelle Bindung.
Eine spätere Aufnahme in das Schulzentrum ist nach Maßgabe des Platzangebotes zu jedem Schuljahr möglich. Über die Aufnahme entscheidet auch hier eine Aufnahmekommission, die aus aufnehmenden Lehrern und Erziehern sowie der Schulleitung besteht.
Primarbereich der Gemeinschaftsschule
Gemäß der Pädagogik Maria Montessoris ist der Schultag von den methodischen Formen Freiarbeit, gebundener Unterricht und Fachunterricht geprägt. Jede Klasse wird dabei von einem Lehrer und einer Erzieherin/Sonderpädagogischen Fachkraft betreut. Die Freiarbeit ist ein wichtiges Element an jedem Unterrichtstag. Der Ablauf variiert von Klasse zu Klasse und dauert täglich mindestens drei Stunden. Neben der Freiarbeit findet gebundener Unterricht statt, gebunden an Fach, Lehrpläne, Zeit, Lehrkraft und Arbeitsmittel. Zwischen beiden Unterrichtsformen besteht eine enge Wechselbeziehung. Der Ausgangspunkt kann dabei in beiden Formen liegen, oft werden aber im gebundenen Unterricht Themen und Arbeitsweisen eingeführt, die dann in der Freiarbeit vertieft und erweitert werden. Die Fächer Religion, Musik, Zeichnen, Werken, Schulgarten, Englisch und Sport werden als Fachunterricht gehalten.
Entsprechend des Konzeptes als Ganztagsschule sind an 3 Nachmittagen der Woche (Dienstag bis Donnerstag) unterrichtsbegleitende und –ergänzende Angebote für die Schüler verbindlich vorgesehen. Die Unterrichtsformen sind dabei Projektarbeit, Arbeitsgemeinschaften und Förderunterricht für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
Sekundarbereich der Gemeinschaftsschule
„Hilf mir, es selbst zu tun“ – dieser Grundsatz der Montessoripädagogik bedeutet für den Sekundarbereich sowohl das vom Lehrer angeleitete als auch das vom Schüler selbstständig gesteuerte Lernen.
Im Sekundarbereich bestimmen daher die methodischen Formen Freiarbeit, Gebundener Unterricht sowie Kursunterricht den Unterrichtsablauf.
Unterschiedliche Anteile der Hauptfächer Deutsch, Mathematik und erste Fremdsprache gehen je nach Klassenstufe in die Freiarbeit ein. Die Freiarbeit wird überwiegend durch den Klassenleiter begleitet, wobei auch andere Fachlehrer unterstützend agieren. Der Ablauf variiert von Klasse zu Klasse und dauert täglich mindestens zwei Stunden. In der Freiarbeit eignen sich die Schüler Unterrichtinhalte selbständig an und festigen eingeführten Stoff. Im Rahmen der vorbereiteten Umgebung sowie einer Wochenplanung wird hier klassenintern das Lernen auf unterschiedlichen Anspruchsebenen (Regelschule, Gymnasium, Sonderpäd. Förderbedarf Lernen) möglich. Außerdem arbeiten sie entsprechend ihren Interessen und Neigungen an selbstgewählten vertiefenden Themen.
Im gebundenen Unterricht (GU) werden Unterrichtsinhalte eingeführt. Auch dieser Unterricht wird in Klassenstufe 5 – 8 binnendifferenziert auf unterschiedlichen Anspruchsniveaus geführt. Einführungen in neuen Stoff (nach Maria Montessori: Darbietungen) sind dabei der Ausgangspunkt für individuelles Arbeiten. In den Klassenstufen 5 - 8 wird zur verstärkten individuellen Förderung der Unterricht in den Hauptfächern in Lernhäusern durchgeführt.
Im Kursunterricht der Klassenstufen 5 - 10 wählen die Schüler aus einem Angebot von handwerklichen, künstlerischen, sprachlichen und naturwissenschaftlichen Angeboten entsprechend ihren Neigungen und Interessen Wahlfächer aus. Der Besuch ist jeweils für ein Schulhalbjahr verbindlich. Die angebotenen Kurse stehen in engem Zusammenhang mit den Unterrichtsinhalten der Kernfächer der Stundentafel und haben überwiegend vertiefenden sowie ergänzenden Charakter. Insofern wird bei der Wahl der Kurse eines Schülers innerhalb einer Doppeljahrgangsstufe auf ein ausgewogenes Verhältnis der verschiedenen gewählten Bereiche geachtet. Der Kursunterricht erfolgt jahrgangsübergreifend gemeinsam mit dem Förderzentrum.
Bei der Neubildung der jahrgangsreinen Klassen ab Klassenstufe 5 werden folgende Kriterien beachtet, um ein längeres gemeinsames Lernen zu ermöglichen:
Schüler einer altersgemischten Klasse des Grundschulbereiches der Emil-Petri-Schule besuchen gemeinsam eine weiterführende Klasse,
bei der Aufnahme von Schülern aus anderen Grundschulen wird angestrebt, dass Schüler einer abgebenden Grundschule gemeinsam eine weiterführende Klasse besuchen.
Ab Klassenstufe 9 erfolgt der lernzieldifferente Unterricht in den Anspruchsebenen I - III. Dazu werden die Klassenverbände neu strukturiert. Ab Klassenstufe 8 wird die Benotung bezogen auf o.g. Anspruchsebenen durchgeführt. Die Festlegung dieser wird den Eltern im 2. Halbjahr der Klassenstufe 7 nach ausführlicher Beratung in individuellen Elterngesprächen mitgeteilt. Am Ende der Klassenstufe 8 erfolgt die Einteilung des abschlussbezogenen Lernens in die Klassen 9, basierend auf der Einschätzung und Entscheidung der Lehrerklassenkonferenz. Auf Antrag der Eltern kann entsprechend Thüringer Schulordnung der Hauptschulabschluss auch in einem zusätzlichen zehnten Schuljahr (IAP) erworben werden.
Die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe der Montessori-Gemeinschaftsschule umfasst die Klassenstufe 11 und 12. Grundlage für die Planung und Durchführung sind die entsprechenden Regelungen des Thüringer Schulgesetzes, der Thüringer Schulordnung sowie der Verwaltungsvorschrift “Durchführungsbestimmungen zur Thüringer Oberstufe am Gymnasium, an der Gemeinschaftsschule, Gesamtschule, am beruflichen Gymnasium und Kolleg“. Das Angebot der Fächer in den Bändern des Kurssystems richtet sich nach den personellen Möglichkeiten der Schule und den vorab geäußerten Wünschen der Schüler. Diese werden den Schülern und Eltern rechtzeitig vorab mitgeteilt.
Beschulung im Förderzentrum
Im Grundschulbereich (Klassen 1 – 6, Schulstufen Unter- und Mittelstufe) wird ebenso wie im Sekundarschulbereich (Klassenstufen 7 - 12, Schulstufen Ober- und Werkstufe) grundsätzlich angelehnt an die Unterrichtsstruktur der Gemeinschaftsschule unterrichtet. Dabei wird auf die spezifischen Lerngegebenheiten und kognitiven Voraussetzungen der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Lernen bzw. in der geistigen Entwicklung durch spezielle Lernangebote überwiegend mittels Binnendifferenzierung, z.T. auch durch gezielte Fördermaßnahmen (Kleingruppenunterricht, Einzelförderung) eingegangen. Der Unterricht erfolgt entsprechend Stundentafel der Thüringer Schulordnung im Bildungsgang zur individuellen Lebensbewältigung überwiegend im Gesamtunterricht, der die Schulfächer des Grundschulbereiches bzw. des Sekundarschulbereiches sinnvoll verbindet und ein ganzheitliches Lernen ermöglicht.
Die Öffnungszeiten der Schule sind täglich von 7.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Jedem Schüler wird ein warmes Mittagessen angeboten.
Neben den oben beschriebenen Unterrichtsformen findet eine rege Kooperation der beiden Schularten Gemeinschaftsschule und Förderzentrum statt. Unter dem Motto „Gemeinsam lernen und spielen“ betrifft dies sowohl den Unterricht als auch das gesamte Schulleben (siehe auch Pkt. 11). Integration und Kooperation sollen eine Separation der Schüler der verschiedenen Schulen verhindern. Alle Schüler und Pädagogen der Montessori-Gemeinschaftsschule und des Förderzentrums sehen sich dabei als gleichberechtigte Partner eines Schulzentrums.
In Anlehnung an § 12 Thüringer Gesetz über Schulen in freier Trägerschaft umfassen die Kooperationsbeziehungen drei Bereiche:
die Zusammenarbeit im Ganztagsschulbereich und in außerschulischen Aktivitäten. Dabei stehen die Angebote an Arbeitsgemeinschaften und die Kursangebote allen Schülern beider Schulen offen. Bewusst wird eine Durchmischung der Schüler entsprechend ihren individuellen Neigungen angestrebt. Schulfeste, Schulandachten, Projektwochen, Einführungs- und Entlassfeiern sowie sonstige schulische Höhepunkte werden prinzipiell gemeinsam begangen.
die zeitlich und fachlich begrenzte Teilnahme von Schülern des Förderzentrums bzw. der Gemeinschaftsschule am Unterricht der jeweils anderen Schule. Dies betrifft insbesondere Schüler des Förderzentrums, die über eine Inselbegabung verfügen, aber auch Schüler der Gemeinschaftsschule, die auf Grund besonderer Lern- und Lebensumstände in eine kleine Lerngruppe integriert werden müssen.
die gemeinsame Beschulung von Schülern beider Schulen in einer Klasse. Dies wird als Ausnahme in Fällen einer unklaren Prognose der richtigen Beschulungsform (Förderzentrum oder Gemeinschaftsschule) bzw. im Prozess einer Lernstandsanalyse praktiziert.
Entsprechend der Stundentafel der Thüringer Grundschule werden ab Klasse 3 wöchentlich zwei Stunden Englisch unterrichtet. In den Klassen 1 und 2 wird Englisch im Rahmen des Ganztagsschulkonzeptes als Arbeitsgemeinschaft angeboten.
Im Sekundarbereich wird Englisch als erste Fremdsprache ab Klasse 5 unterrichtet.
Als zweite Fremdsprache wird derzeit Französisch angeboten.
Für Schüler, die ab Klassenstufe 6 nicht oder nicht durchgängig die 2. Fremdsprache besucht haben und die Allgemeine Hochschulreife (AE III) anstreben, wird bei Vorliegen entsprechender Anmeldezahlen die Möglichkeit eröffnet, entsprechend geänderter Schulordnung diese als neu einsetzende Fremdsprache mit einem Stundenvolumen von 12 Wochenstunden in der gymnasialen Oberstufe verpflichtend zu belegen.
Regelmäßige Leistungsnachweise dienen der Information von Schülern, Eltern und Lehrern über den Leistungsstand der Schüler. Über die Leistungen der Schüler führen die Lehrer Aufzeichnungen. Diese sind Grundlage für verbale Einschätzungen (Pädagogisches Entwicklungsbuch), die den Schülern zweimal im Jahr im Grundschulbereich jeweils als Zeugnisse ausgehändigt werden. Die Leistungsbewertung erfolgt nach den jeweils gültigen Lehrplänen des Bildungsganges Grundschule. Mit Beginn des vierten Schuljahres werden die Leistungen zusätzlich in allen Fächern mit Noten bewertet.
Gleichermaßen erfolgt im Sekundarbereich die Leistungsbewertung insbesondere verbal. Parallel dazu werden Noten erteilt. Das Zeugnisbuch gibt somit Auskunft über vermittelte Stoffgebiete, eine individuelle verbale Einschätzung der Leistungen des Schülers im entsprechenden Fach sowie die erteilte Note.
Bei Schülern des Bildungsganges zur individuellen Lebensbewältigung erfolgt die Einschätzung bzgl. der jeweils in der Stundentafel des Bildungsganges ausgewiesenen Fächer bzw. Lernbereiche verbal im Pensenbuch bzw. im Zeugnisbuch.
Das Wiederholen einer Klassenstufe ist nur bei langfristigem krankheitsbedingten Fehlen (länger als ein ¼ Jahr) als Ausnahme vorgesehen.
Beim Übertritt in weiterführende Schulen oder beim Austritt werden in der Gemeinschaftsschule ab Klassenstufe 4 Notenzeugnisse erstellt.
Die Emil-Petri-Schule verfügt über 3 Schulstandorte:
den Grundschulbereich in der Rudolstädter Straße 30
den Sekundarschulbereich in der Rosenstraße 45 und
das Gertrud-Ranft-Haus im Floraweg 1.
Der Grundschulbereich umfasst die Grundschulklassen der Gemeinschaftsschule sowie die Unterstufen- und Mittelstufenklassen des Förderzentrums. Die Unterrichtsräume der Grundschulklassen haben eine Grundfläche von ca. 50 m2, die der Klassen des Förderzentrums 40 m2. Sie sind mit modernen Schulmöbeln ausgestattet und verfügen über die notwendigen Lehr- und Lernmittel einschließlich des spezifischen Montessorimaterials. Den Schülern stehen Fachräume (Computerraum, Werkraum, Therapierräume, Hauswirtschaftsraum und Sportraum) zur Verfügung. Der Sportunterricht findet in Sporthalle an der Hammerecke der Stadt Arnstadt statt.
Der Oberstufenteil (Sekundarstufe) ist im Gebäude Rosenstraße 45 untergebracht. Hierbei handelt es sich um ein Schulgebäude, welches bis 2007 vom Neideck-Gymnasium Arnstadt genutzt wurde. Die Klassenräume haben eine Größe von 55 m2 und sind durchweg mit modernen Schulmöbeln ausgestattet. Es wird im Sekundarbereich entsprechend der Montessoripädagogik nach dem Klassenraumprinzip unterrichtet, als Fachräume stehen den Schülern drei naturwissenschaftliche Räume, ein Computerraum, ein Hauswirtschaftsraum und zwei Werkräume zur Verfügung. Der Schulstandort Rosenstraße verfügt über eine eigene Turnhalle.
Im Gertrud-Ranft-Haus werden die Ober- und Werkstufenklassen des Förderzentrums unterrichtet. Helle und modern ausgestattete Klassenräume ermöglichen in Verbindung mit Fachunterrichts- und Förderräumen ein individuelles und ganzheitliches Lernen.
Jede Grundschulklasse wird von einem Grundschullehrer, jede Sekundarstufenklasse von einem Regelschul- oder Gymnasiallehrer betreut. Zusätzlich wirken temporär Erzieher/Sonderpädagogische Fachkräfte als Zweitbesetzung im Unterricht mit. Sämtliche Lehrkräfte besitzen die Genehmigung für die entsprechenden Fächer des Bildungsganges Grundschule oder Regelschule/Gymnasium und verfügen über langjährige Erfahrungen in der integrativen Beschulung von Kindern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf. Alle Lehrkräfte besitzen das Montessori-Diplom oder befinden sich in der Weiterbildung dazu. Die Lehrkräfte des Oberstufenbereiches verfügen über das Montessori-Zertifikat für die Sekundarstufe.
Die Schulleitung setzt sich aus dem Schulleiter, den Hausleitern der 3 Schulstandorte, dem Oberstufenleiter sowie dem Beratungslehrer zusammen.
Das Mitspracherecht der Eltern an allen Entscheidungen der Schule wird durch 2 Schulelternvertretungen (Primar- und Sekundarbereich) gewahrt. Diese setzten sich aus allen Klassenelternsprechern zusammen und tagen mindestens 4 mal pro Schuljahr. Aus diesen Gremien wird der Schulelternsprecher für beide Bereiche gewählt.
Grundlage der schulinternen Lehr- und Lehrplanung sind die gültigen Lehrpläne der Thüringer Grundschule, der Regelschule, der Förderschule sowie des Gymnasiums und die Grundzüge der Montessoripädagogik. Dabei versucht die Emil-Petri-Schule das Kind in seiner Gesamtheit zu sehen und es individuell entsprechend seinen Begabungen und Interessen zu fördern. Erkenntnisse der modernen Hirnforschung (Gerald Hüther, Manfred Spitzer) finden dabei genauso Beachtung wie reformpädagogische Überlegungen (Maria Montessori, Peter Petersen).
Wir nutzen bewusst die Möglichkeit, die Lerninhalte aus den staatlichen Lehrplänen über einen Zeitraum verteilt anzubieten, die den Interessen und der individuellen Entwicklung der Kinder entspricht. Dabei werden die sensiblen Phasen des Kindes beachtet. Im Grundschulbereich sind erst am Ende der vierten Jahrgangsstufe die Lerninhalte und das Leistungsniveau mit den staatlichen Bildungsmaßstäben zu vergleichen.
Bis dahin haben sie Freiraum für individuelle und klasseneigene Lehrpläne. Das Materialangebot der vorbereiteten Umgebung ist an die Lerninhalte aus dem Lehrplan angepasst. Gleiches gilt für die Sekundarstufe, hier ist die Erreichung der Lehrplanziele mit Klassenstufe 8 gegeben.
Zur Erreichung der individuellen Förderung werden zur Zeit folgende Methoden angewandt:
Grundschulbereich
Jahrgangsmischung 1 – 4
Freiarbeitsphasen für Mathematik, Deutsch und Heimat- und Sachkunde
Epochaler Unterricht in Schulgarten und Werken
Einbeziehung der Kosmischen Erzählungen in die Lernplanung
Jährliche Projektwoche zu einem gemeinsamen Thema
Individuelle Lern- und Leistungsstanderhebung mit Hilfe des Pensenheftes
Sekundarbereich
Jahrgangsreiner Unterricht
Freiarbeitsphasen für die Fächer Deutsch, Mathematik, und Englisch
Projektarbeitsphasen zu ausgewählten Themen
Vertiefender Kursunterricht
Verknüpfung von Fächern.
Die Montessori-Gemeinschaftsschule des Marienstifts Arnstadt ist eine christliche Schule. Dies findet seinen Ausdruck im täglichen Schulleben wie auch in allen Aktivitäten der Mitarbeiter und Schüler der Schule. Die Kinder, Eltern und Pädagogen der Schulen des Marienstifts Arnstadt begehen gemeinsam die Feste des Kirchen- und Schuljahres:
Feierliche Schuleinführung mit Schulanfängergottesdienst für alle neu ins Marienstift Arnstadt aufgenommenen Schüler
Erntedankfest
Advents- und Weihnachtszeit
Weihnachtsmarkt von und für Eltern
Fasching
Osterfest
Pfingsten
Feierliche Zeugnisausgabe für alle Schulabgänger des Marienstiftes Arnstadt
Schulabschlussgottesdienst.
Am Schulzentrum wird ausschließlich Evangelische Religion unterrichtet. Schüler mit katholischem Bekenntnis nehmen bei Bedarf und Angebot am Katholischen Religionsunterricht der Kirchgemeinde Arnstadt teil.
Entsprechend § 32, Thüringer Schulgesetz, werden die verschiedenen Gremien an der Schule zur Elternarbeit genutzt. Das Schulleben am Marienstift Arnstadt ist durch Offenheit und Transparenz gekennzeichnet. Eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungsarbeit ist nur bei enger Zusammenarbeit aller am Prozess Beteiligter möglich. Der Zusammenarbeit Elternhaus-Schule kommt dabei eine besondere Rolle zu.
Durch vielfältige Publikationen, wie Jahresberichte, Werbebroschüren und Berichte in Presse und Funk wird die Arbeit der Pädagogen der Schule einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Gleichzeitig wird ein enger Kontakt zum Staatlichen Schulamt Westthüringen gepflegt und bei entsprechender Einladung an gemeinsamen Beratungen im Schulamtsbereich teilgenommen.
Die Emil-Petri-Schule stellt sowohl im Grund- wie auch im Sekundarbereich ein verlässliches Angebot zur ganztägigen Bildung und Betreuung bereit. Damit ist die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und hoher pädagogischer Qualität gegeben. Zur Bereicherung des Ganztagsbetriebes werden Angebote des Schulfördervereines Marienstift Arnstadt e.V. genutzt. Dazu steht den Schülern eine breite Palette von Arbeitsgemeinschaften, die von handwerklich-praktischen über künstlerisch-musische Angebote bis zur Förderung von Hochbegabungen auf mathematischem und naturwissenschaftlichem Bereich reichen, bereit.
Das Marienstift Arnstadt ist ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Lebens der Stadt Arnstadt und kommunal vernetzt. Seit vielen Jahren ist die Emil-Petri-Schule fester Bestandteil der Schullandschaft des Ilm-Kreises. Dabei nutzen die Mitarbeiter der Schule bewusst die vielfältigen Angebote der Kommune zur Bereicherung des Schulalltages. So gibt es enge Kontakte mit der Stadt- und Kreisbibliothek, der Musikschule des Ilm-Kreises, den Stadtwerken Arnstadt, dem Schachverein Blau-Weiss Stadtilm e.V. sowie Arnstädter Sportvereinen. Es finden zahlreiche Kontakte im kommunalen Umfeld statt und ermöglichen unterschiedliche Lernorte. Gleichzeitig ist die Emil-Petri-Schule Gastgeber zahlreicher kommunaler und überregionaler Veranstaltungen.